Zieht das Rathaus dauerhaft nach Harksheide um?

Zieht das Rathaus dauerhaft nach Harksheide um?
Das Lufthansa-Gebäude käme einer Studie zufolge als dauerhafter Rathaus-Standort in Frage

Norderstedt – Das Rathaus in Nordestedt-Mitte ist marode, nicht nur Fenster und Dach müssen saniert, der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht werden. Ein externes Beratungsteam hat dafür unterschiedliche Szenarien erarbeitet – mit einer besonders überraschenden Idee.

Wird das Lufthansa-Haus zukünftig das neue Norderstedter Rathaus sein? Zumindest wurden am Montag Abend im Hauptausschuss im Rahmen einer Präsentation vier Ansätze zur Barndschutzsanierung des 1984 fertig gestellten Rathauses vorgestellt und ausgeführt, dass das Gebäude am Schützenwall in einem Top-Zustand ist und nicht nur als Interimslösung infrage kommen könnte. Gunnar Becker, Vorsitzender des Hauptausschusses erläutert: “Eine der Varianten wäre, dass man den Brandschutz zuerst macht und dann in einem nächsten Schritt die Sanierung. Das zieht sich dann über acht bis zehn Jahre am Ende hin, kostet 70 bis 80 Millionen nach heutiger Schätzung. Ich glaube, auch da wissen wir alle, dass das dann möglicherweise doch noch mit Aufschlägen verbunden sein wird. Und es gab eine vierte Variante, wo es auf einmal recht still im Ausschuss wurde. Es wäre auch eine Möglichkeit, dass man auszieht und nicht wieder einzieht, dass man also das Ersatzgebäude komplett ertüchtigt als Rathaus und dann eben zukünftig ein Rathaus an anderer Stelle als in Norderstedt-Mitte hat.”

Diese Möglichkeit würde nur einen Bruchteil der oben erwähnten Lösung kosten. Dass das Lufthansa-Gebäude als endgültige und neue Rathauslösung infrage käme, war für viele Mitglieder des Ausschusses überraschend. Becker: “Was auf jeden Fall überraschend für uns alle war, ist, dass der Zustand des Gebäudes so sehr gut ist, dass man da gar nicht viel noch an der Substanz machen muss, dass man eigentlich mit der Raumplanung direkt loslegen könnte und mit der Technikplanung. Das war für mich überraschend. Und ich habe durch Nachfragen wahrgenommen, dass ich nicht der einzige war, der davon positiv überrascht war”.