Wochenmarkt: Händler sorgen sich um ihre Zukunft
Norderstedt – Frisches Obst, Gemüse, Käse und Blumen: Der Wochenmarkt am Herold Center gehört für viele Menschen in Norderstedt seit Jahren zum festen Bestandteil ihres Alltags. Doch immer weniger Kundinnen und Kunden kommen regelmäßig auf den Markt. Für die Händler wird es dadurch zunehmend schwieriger, ihre Stände wirtschaftlich zu betreiben.
Auch Yannic Janoske, Gemüsehändler, beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. „Die Menschen gehen nicht mehr so auf den Markt wie früher. Heute kaufen viele im Supermarkt oder Discounter“, sagt er. Gleichzeitig steigen für die Händler die Kosten, etwa für Energie, Transport oder Waren.
Ein weiteres Problem sieht Janoske beim Nachwuchs im Markthandel. Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für diesen Beruf. Viele stellten sich schon früh die Frage, ob sie sich den arbeitsintensiven Alltag überhaupt vorstellen können. Der Arbeitstag beginne oft sehr früh am Morgen und sei körperlich anstrengend.
Trotz der Herausforderungen wünschen sich viele Besucherinnen und Besucher, dass der Wochenmarkt erhalten bleibt. Sie schätzen vor allem die frischen Produkte, die persönliche Beratung und die besondere Atmosphäre zwischen den Ständen.

