Wärmemesse im Rathaus: Heiztechnik zum Anfassen

Wärmemesse im Rathaus: Heiztechnik zum Anfassen
Die Wärmemesse im Rathaus war gut besucht

Norderstedt – Gerade erst hat die Bundesregierung den Beschluss auf den Weg gebracht, das von der Ampel-Koalition ins Leben gerufene Heizungsgesetz zu kippen und durch das neue Gebäude-Modernisierungsgesetz ablösen zu lassen. Ein idealer Zeitpunkt also für die Norderstedter Wärmemesse, die Verbrauchern am Sonnabend Hilfestellung rund um die Themen Heizung und Gebäude-Sanierung gab.
Wärmepumpe oder doch Fernwärme? Die Frage nach der richtigen Heizungsart treibt derzeit nicht nur viele Hausbesitzer um. In Zeiten politischer Debatten setzte Norderstedt auf Information vor Ort und so veranstalteten die Stadtwerke am Sonnabend schon zum zweiten Mal die Wärmemesse. Nach dem Auftakt im vergangenen Jahr im Kulturwerk diesmal im Rathaus. Mit einem klaren Fokus.
“Wir wollen als Stadtgemeinschaft die energetische Neuerung nach vorne bringen”, so Nico Schellmann, Werkleiter Netze und Technik der Stadtwerke Norderstedt. “Viele Bürger sind durch die Gesetzeslage verunsichert. Deshalb sehen wir einen großen Sinn in dieser Messe”.
Rund 1000 Besucher kamen am Sonnabend ins Rathaus, wo sich um die 50 Aussteller präsentierten. Flankiert wurde die Messe neben den vielen Expertenständen von diversen Fachvorträgen.
Auf der Suche nach Planungssicherheit ist die Wärmemesse eine Messe der Generationen. Denn Entscheidungen von heute bestimmen u.a. die Heizkosten der nächsten 20 Jahre. Der Beratungsbedarf – so konkret wie selten zuvor: “Wir interessieren uns für eine Wärmepumpe, unsere Heizungsanlage ist 17 Jahre alt”, erzählte uns ein Besucher. Und ein anderer: “Wir wollen ein konkretes Angebot haben, weil wir umsteigen wollen. Keiner weiß, wie sich die Gaspreise entwickeln und die ganze Umweltsituation kommt auch noch dazu”.
Der Wille zum Mitmachen in Sachen Wärmewende ist in Norderstedt spürbar. Was fehlt, ist oft nur der erste Schritt. Nach dieser Ausstellung am Sonnabend wissen viele hier zumindest schon mal, in welche Richtung sie loslaufen müssen.