Vor den Ferien: Iran-Krieg verunsichert Urlauber

Vor den Ferien: Iran-Krieg verunsichert Urlauber

Norderstedt – Noch etwas mehr als einen Monat dauert es, bis Schleswig-Holstein in die Osterferien starten darf. Gerade nach dem langen und kalten Winter sehnen sich viele Norderstedter nach Sonne und Meer. Aber der sorgenvolle Blick geht dabei auch in Richtung Naher Osten, wo seit nunmehr einer Woche Raketen und Drohnen aus dem Iran auch auf beliebte deutsche Urlaubsziele fliegen.
Am Nachmittag landete am Flughafen Hamburg heute der erste Flieger mit Rückkehrern aus Dubai. Während die Urlauber wohl froh sind, wieder in der Heimat angekommen zu sein, häufen sich die Rückfragen rund um Reisen in das Krisengebiet bei den Reisebüros.

“Es gibt einige Leute, die jetzt erst im Juli, August oder so fliegen wollen. Und die sind natürlich verunsichert, wollen, wissen, was passiert. Und für die haben wir noch gar keine Antwort”, erzählt Andreas F.M. Hermann, Inhaber von Hermann Touristic.

Gestrandete Urlauber, die nicht wieder nach Hause können – das hat Hermann schon vor 16 Jahren erlebt, als der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull und die Riesenaschewolke den Flugverkehr seinerzeit lahmlegten. Nun ist er auch persönlich betroffen. Herrmann: “Meine Mitarbeiterin ist auf den Malediven und die Flüge gehen natürlich über das Drehkreuz Katar oder Dubai. Und Katar Airways sagt im Moment, wir fliegen nicht.”

Die Lage in Nahost lässt viele neu über ihren geplanten Urlaub nachdenken. Denn rund um den Iran hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen für insgesamt 12 Länder in der Region ausgesprochen.