Vom Hausverbot zur Lesung: Mashood Khan kehrt ins Herold-Center zurück
Norderstedt – Vom ehemaligen Intensivtäter zum Sozialarbeiter und Autor: Mashood Khan hat im Herold-Center sein Buch „Vom Stolz der Straße – Meine Geschichte gegen Gewalt: über Ehre, Jugendgangs und zweite Chancen“ vorgestellt. Für ihn war die Lesung ein besonders emotionaler Moment. „Ich erinnere mich noch, als ich in das Center nicht reindurfte, weil wir uns danebenbenommen haben. Heute halte ich in diesem Center eine Lesung“, sagte Khan. Das Herold-Center habe ihn seit seiner Jugend begleitet und sei deshalb ein besonderer Ort für ihn. In seinem Buch setzt sich Khan mit Themen wie Gewalt, Ehre, Stolz und zweiten Chancen auseinander.Gleichzeitig macht er deutlich, dass die Probleme junger Menschen heute oft andere sind als zu seiner eigenen Jugendzeit. So spielten soziale Medien und der damit verbundene Druck für viele Jugendliche eine immer größere Rolle.
Zu den Gästen der Lesung gehörte auch Norderstedts Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder. Sie sieht die Stadt im Bereich der Jugendprävention grundsätzlich gut aufgestellt: „Wir haben Straßensozialarbeiter, wir haben Jugendhäuser, in denen Fachkräfte arbeiten, und wir haben Angebote wie die, von denen Mashood selbst spricht und die gezielt eingesetzt werden können.“ Gleichzeitig betonte sie, dass es immer wieder Einzelfälle gebe, die besondere Maßnahmen erforderlich machten. Ihr Fazit: „Besser geht immer.“ Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass ein schwieriger Start ins Leben nicht über die Zukunft entscheiden muss. Mit seiner Geschichte möchte Mashood Khan jungen Menschen Mut machen und zeigen, dass Veränderung möglich ist.

