Viele Neubaugebiete und noch mehr Verkehr: Norderstedt am Scheideweg?

Viele Neubaugebiete und noch mehr Verkehr: Norderstedt am Scheideweg?
Plenarsaal Norderstedt - Foto: noa4

Norderstedt – Für Norderstedt stehen einige wichtige Entscheidungen an. Es soll neuer Wohnraum geschaffen werden. Allerdings bleibt dann zu klären, wie man mit der Menge an Autos umgehen soll. Schon heute sind wichtige Verkehrsandern verstopft. Und das könnte in Zukunft noch schlimmer werden.

Auch deshalb bringt die Fraktion Win/Freie Wähler erneut die Verkehrssituation um das geplante Neubaugebiet „7 Eichen“ in die politische Diskussion. Geplant ist ein neues Quartier für rund 1.000 Menschen. Nach den bisherigen Planungen soll die Verkehrsanbindung für das Neubaugebiet über den Glashütter Damm laufen. Der ist allerdings schon heute überlastet. Nun stellt die Win/Freie Wähler einen Prüfantrag an die Verwaltung. Geprüft werden soll, ob eine Verkehrsanbindung nicht doch über die Poppenbütteler Straße erfolgen kann. Diese Idee wurde jedoch bereits von der Verwaltung als nicht durchführbar abgelehnt. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr kommt dieser Vorschlag nun aber erneut auf die Tagesordnung.

Anschließend geht es dann um das nächste große Bauprojekt. Auch hier ist der Verkehr einer der umstrittenen Punkte. Es geht rund 500 neue Wohnungen am Harkshörner Weg. Zuletzt gab es hierfür eine Bürgerbeteiligung. Eine Diskussionen über das Verkehrskonzept wurde auch da geführt. Nun könnte im Ausschuss der Rahmenplan beschlossen werden. Das ist dann die Grundlage dafür, um als nächsten Schritt Baurecht schaffen zu können.

Weiter geht es dann mit einer ersten Grundsatzentscheidung. Konkret geht es um knapp 200 neue Wohnungen im Baugebiet „An der Ohechaussee“. Auch hier gilt: Es sollen eigentlich 50 Prozent der Wohnungen als geförderter Wohnraum gebaut werden. Diese hohe Quote ist (noch) Standard in Norderstedt. Allerdings ist das kaum noch realistisch umsetzbar. Schlichtweg fehlen die Fördergelder vom Land. Erstmalig könnte nun für das Bauprojekt „Ohepark“ eine neue Richtlinie gelten. Nach der könnte dann der Investor auf den Sozialwohnungsanteil in seinem Bauvorhaben verzichten. Wird das so beschlossen, könnte das für Norderstedts Bebauungspläne zukunftsweisend sein.

Der Beschluss zu diesen Themen findet im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am Donnerstag um 18.30 Uhr im Rathaus.