Trotz Haushaltsdefizit: Sitzungsgelder werden erhöht
Norderstedt – Im Streit um das Sitzungsgeld für die Norderstedter Politik ist im Hauptausschuss eine Entscheidung gefallen. Mehrheitlich beschlossen wurde eine Erhöhung der Beträge für die Bürgerlichen Mitglieder. Diese sollen in Zukunft rund 43 Euro pro Sitzung erhalten. Bislang waren das nur 25 Euro pro Sitzung. Gegenfinanziert wird diese Erhöhung durch eine Einsparung bei den Stadtvertretern: Deren monatliche Pauschale wird um rund 10 Euro reduziert. Der CDU-Fraktionschef und Vorsitzende des Hauptausschusses Gunnar Becker erklärt gegenüber noa4, dass die Gesamtausgabe für die ehrenamtlich tätige Politik damit in etwa gleichbleiben würde. „Abhängig davon, wie häufig sich Stadtvertreter durch ein bürgerliches Mitglied vertreten lassen, könnten durch die Umverteilung pro Jahr vielleicht 20.000 Euro mehr Kosten auf die Stadt zukommen.“ Bündnis90/Die Grünen hingegen kritisieren den Beschluss mit dem Verweis auf die schwierige Haushaltslage der Stadt.
Allerdings: Norderstedts Politiker engagieren sich ehrenamtlich. Die Sitzungsgelder gelten als Entschädigung für das Engagement. Die Anhebung der Beträge für die Bürgerlichen Mitglieder ist eine Reaktion auf die vom Land beschlossene Erhöhung der Beträge für die Stadtvertreter zum Anfang des Jahres. Erhöht worden sind die Entschädigungen, um Anreize für das Ehrenamt zu setzen. Denn: Zunehmend engagieren sich immer weniger Bürger für die Kommunalpolitik.

