Stadt muss sparen: Aus für „Präventive Hausbesuche“

Stadt muss sparen: Aus für „Präventive Hausbesuche“
Symbolbild - Quelle: magnific.com

Norderstedt – Die Präventiven Hausbesuchen werden nicht fortgeführt. Der Sozialausschuss hat sich in seiner letzten Sitzung gegen die Fortführung der Hausbesuche ausgesprochen. Damit endet das Pilotprojekt zum Ende des Jahres. Bislang haben 388 Senioren das Angebot in Anspruch genommen, dabei haben rund 800 Beratungsgespräche stattgefunden. Die Idee der Präventiven Hausbesuche war es, Senioren frühzeitig zu beraten, bevor mögliche Notfallsituationen eintreten könnten. Nicht weitergeführt wird das Pilotprojekt aus finanziellen Gründen: 200.000 Euro hat die Stadt jährlich für das Projekt bezahlt. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage der Stadt gab es keine politische Mehrheit für eine Verlängerung der Hausbesuche. Die SPD kritisiert diese Entscheidung und will sich nun mit Nachdruck dafür einsetzen, alternative Konzepte zu entwickeln, um die Versorgung älterer Menschen in Norderstedt sicherzustellen, so die Sozialdemokraten.

Nicht gekürzt wurden hingegen die Förderungen für das Netzwerk Norderstedt und für die Lebenshilfe. Beide Förderungen wurden im Sozialausschuss für weitere vier Jahre bewilligt. Das Netzwerk wird weiterhin mit 110.000 Euro gefördert. Der Verein Lebenshilfe e.V. erhält für seine Arbeit zukünftig knapp 90.000 Euro jährlich. Die Lebenshilfe bietet unter anderem freizeitpädagogische Angebote für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung an. Das Netzwerk Norderstedt kümmert sich in selbstorganisierten Gruppen um Senioren.