Sommerfest im Kulturwerk: 400 Ehrenamtliche feiern sich
Norderstedt – Mehr als 400 Menschen, über 60 Organisationen und jede Menge Engagement: Beim Sommerfest des Ehrenamts im Kulturwerk am See stand am vergangenen Sonntag all das im Mittelpunkt, was sonst oft im Hintergrund passiert. Die Stadt Norderstedt wollte dabei vor allem eines: Danke sagen – und Menschen zusammenbringen, die sich freiwillig für andere einsetzen.
Kennenlernen, Austauschen und Feiern. Mehr als 400 Ehrenamtliche hatten sich für das Sommerfest angemeldet – aus unterschiedlichen Vereinen, Initiativen und Projekten. Für viele Ehrenamtliche ist Engagement längst ein fester Bestandteil ihres Alltags. Bei den „Regenbogenkindern“ etwa kümmern sich Eltern um die Organisation des Integrationskindergartens.
„Zum Wohle unserer Kinder und auch, um die Kita auf Vordermann zu halten und die Kinderinitiative Regenbogen Kinder weiter laufen zu lassen, weil das ist ein Kindergarten, der nur daraus besteht, dass die Eltern ihn leiten”. Und deswegen braucht es einen Vorstand und viele freiwillige Eltern, die das machen möchten“, erzählt uns Angela Krey, Vorstandsmitglied Integrationskindergarten Regenbogenkinder e.V., über ihr ehrenamtliches Engagement.
Für Jens Hoffmann, der bei der Tafel mitwirkt, zählen diese Dinge: „Dass ich einerseits unter Menschen bin. Dass ich mit anderen Leuten reden kann. Und dass man teilweise sehr positive Erlebnisse hat. Andererseits ist es so, dass die wenigsten Kunden der Tafel wissen, dass wir das eigentlich ehrenamtlich machen.“
Warum das Ehrenamt in Norderstedt so breit aufgestellt ist, hat für Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder auch mit der Geschichte der Stadt zu tun: „Es ist einmal diese alte Dorfstruktur, wo Menschen sich alle kennen in ihrem Quartier, man miteinander irgendwo hingeht und sich engagiert und wir haben einfach Menschen, die damit aufgewachsen sind. Wir haben immer schon eine breite Vereins- und Kultur- und Sportszene, wo alle froh sind, dass die Kinder im Sportverein schwimmen, laufen, Leichtathletik machen und und und und und dann schwappt das manchmal so über in eigenes Engagement.“
Für die Stadt war das Sommerfest deshalb mehr als eine Dankeschön-Veranstaltung. Es sollte auch Raum schaffen, damit Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen miteinander ins Gespräch kommen. Auch Stadtpräsidentin Petra Müller-Schönemann kennt den Reiz, nicht nur zuzuschauen, sondern selbst etwas zu bewegen. „Ich fand es schön, einfach selber mitzugestalten, statt immer nur rum zu meckern. Dazu gehörte ich nämlich früher auch”, erzählt Müller-Schönemann. “UN dann hab ich gedacht, ich möchte eigentlich mehr machen und ich möchte gerne mitwirken. Und ich möchte auch mitentscheiden dürfen. Und das fand ich hochspannend. Und es hat mir von Anfang an Spaß gemacht und mich gefesselt.“
Beim Sommerfest im Kulturwerk trafen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander. Was sie alle verbindet: Sie haben gezeigt, wie vielfältig Ehrenamt in Norderstedt ist.
