“Norderstedt in der Hosentasche”: StadtApp online
Norderstedt – Vor 3 Jahren wurde die “StadtApp” von der Stadtvertretung als Pilotprojekt beschlossen. Heute nun erblickte sie endlich das Licht der mobilen Welt. Und quasi als Geburtshelfer war extra Dirk Schrödter, der Digitalminister Schleswig-Holsteins, nach Norderstedt gekommen. Der ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder die App den Norderstedter Bürgern auf dem Wochenmarkt schmackhaft zu machen. Zufuhr hatte der Minister eine Einführung zum Projekt im Büro der Verwaltungschefin bekommen. “Die App, die heute hier in Norderstedt gelauncht wird, ist wirklich ein ganz, ganz wunderbares Beispiel, wie wir die Informationen zu den Menschen auf einen neuen Kanal bringen. Norderstedt ist da ganz vorbildlich”, lobte der Minister das neue Angebot.

Und auch die Oberbürgermeisterin freut sich, die StadtApp endlich auf den Weg gebracht zu haben, zu der sie selbst einige Ideen beigesteuert hat. Schmieder: “Mein Handy ist wirklich mein Arbeitsgerät schlechthin. Also privat und aber auch dienstlich. Und dann habe ich mir viele Stadtapps auch selber angesehen, weil mein persönlicher Anspruch ist, dass wir mit etwas Gescheitem hier an den Markt gehen.”
Die kostenlose App, die es sowohl für Android- als auch Apple-Smartphones gibt, informiert zum Beispiel über Neuigkeiten und aktuelle Veranstaltungen. Integriert sind außerdem der Mängelmelder sowie der Norderstedter Abfallkalender. Darüber hinaus unterstützt die App auch bei der digitalen Abwicklung von Behördengängen. Rund 70.000 Euro hat die Stadt für die Entwicklung der App auf den Tisch gelegt. Wirklich innovative Ansätze finden sich in der App nicht. Vielmehr wird die Version 1.0 als Basisversion verstanden, auf der man zukünftig aufbauen will. Sven Schmidt, der Projektowner der StadtApp, erläutert: “In der Software arbeitet man ganz gerne agil und startet mit einem kleinen Produkt, was man dann stetig weiterentwickelt. Weil wenn man das fertige Produkt erst mal haben möchte, der Minister hat das vorhin angesprochen, dann wird man nie fertig. Das heißt, dann würden wahrscheinlich fünf Jahre ins Land gehen, bis man alles abgedeckt hat und dann ist der Code schon wieder alt. Deswegen entwickelt man lieber stetig weiter. Das war auch unser Ansatz”.
Mit unterschiedlichsten Werbeaktionen soll auf die StadtApp aufmerksam gemacht werden. Ein Anfang wurde heute gemacht. Und jetzt schon wird an der Version 2.0 gearbeitet, die am Ende des Jahres gelauncht werden soll.

