„RambaZamba“: Kinderrechte im Mittelpunkt
Norderstedt – Spiel, Spaß und eine wichtige Botschaft: Beim Kinderfest „RambaZamba“ im Norderstedter Stadtpark drehte sich alles um die Rechte und Bedürfnisse von Kindern. Zahlreiche Familien nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Mitmachangebote an der Seepromenade auszuprobieren und gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag zu verbringen. Doch hinter dem bunten Programm steckt mehr als ein klassisches Familienfest. Zahlreiche Träger der Kinder- und Jugendhilfe präsentierten ihre Arbeit und informierten über Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Dabei stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt: die Kinderrechte.
„Hier geht es rund um die Kinderrechte. Hier sind alle Jugendhilfeträger und die, die in der Kinder- und Jugendhilfe präsent sind, um auf Kinderrechte aufmerksam zu machen“, erklärt Ulrike Evers von der Fachstelle Kinderschutz Norderstedt. Das Kinderfest wurde vor acht Jahren ins Leben gerufen und verfolgt seitdem das Ziel, Kinderrechte stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken. Nach Ansicht der Veranstalter hat dieses Anliegen bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Gerade Themen wie Einsamkeit, soziale Isolation und fehlende Teilhabemöglichkeiten würden viele junge Menschen zunehmend betreffen. Wie groß das Problem ist, zeigen aktuelle Zahlen der Bertelsmann Stiftung: Knapp die Hälfte der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland fühlt sich einsam. 35 Prozent gaben an, moderat einsam zu sein, rund zehn Prozent sogar stark einsam. Die Stiftung bezeichnet Einsamkeit junger Menschen als gesellschaftliche Herausforderung, die mehr Aufmerksamkeit benötigt.
Umso wichtiger seien Veranstaltungen, die Begegnungen ermöglichen und Menschen zusammenbringen. Genau das will auch „RambaZamba“ leisten. Neben Informations- und Beratungsangeboten standen vor allem die Kinder selbst im Mittelpunkt. An zahlreichen Stationen konnten sie basteln, spielen, experimentieren und neue Angebote kennenlernen. Gleichzeitig bot das Fest Raum für Begegnungen zwischen Familien, Vereinen und Fachkräften.Für viele Besucher war das Kinderfest deshalb nicht nur ein Ort zum Spielen, sondern auch eine Gelegenheit zum Austausch. Eltern konnten sich über Hilfsangebote informieren, Kontakte knüpfen und mit den verschiedenen Einrichtungen ins Gespräch kommen.
Mit „RambaZamba“ wollten die Veranstalter zeigen, dass Kinderrechte nicht nur auf dem Papier existieren, sondern im Alltag gelebt werden müssen. Denn Kinder brauchen nicht nur Raum zum Spielen, sondern auch Schutz, Beteiligung und die Möglichkeit, ihre Interessen einzubringen.

