WBS-Oberstufe zieht in die Dunantstraße
Norderstedt – Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass eine Nachricht das Kollegium, die Schüler und Eltern der Willy-Brandt-Schule schockierte: Wegen einer drohenden Einsturzgefahr mussten Teile des Altbaus der Schule sofort gesperrt werden. Seitdem musste improvisiert werden, um alle Schüler weiter unterrichten zu können, denn sofortige Ausweichmöglichkeiten gab es nicht. Jetzt aber, zum Start nach den Sommerferien, gibt es für die Oberstufe endlich die ersehnten Räume. Insgesamt 15 Klassenräume sind in der ehemaligen Schule am Rodelberg in der Dunantstraße hergerichtet, in denen ab Montag 230 Oberstufenschüler der Billy-Brandt-Schule ihren Unterricht aufnehmen können. Vorbei ist endlich die Zeit des Zusammenrückens und der Improvisationen. “Wir haben in den vergangenen Monaten in Räumen Unterricht durchgeführt, die dafür nicht vorgesehen sind, zum Beispiel in Lagerräumen des Hausmeisters, die wir freigeräumt haben. Das war eine große Herausforderung für alle Beteiligten”, umso größer ist jetzt die Freude auf die neuen Räume”, erzählt Kai Vogel, der Schulleiter der Willy-Brandt-Schule.
Rückblende: Am 12. September 2024 informierte Schulleiter Vogel per Brief die Eltern über die Teilsperrung der Schule. Bei Bauarbeiten wegen eines Wasserschadens waren Zweifel an der Tragfähigkeit der Decke aufgekommen. Fieberhaft wurde nach einem Ersatzstandort gesucht und nach vielen Diskussionen in der ehemaligen Schule am Rodelberg in der Dunantstraße gefunden. Doch die geplante schnelle Zwischenlösung entwickelte sich zu einer monatelangen Hängepartie.
“Wir haben nicht damit gerechnet, dass hier so viel saniert und angefasst werden müsste”, sagt Bildungsdezernentin Kathrin Rösel. Und Kai Vogel ergänzt: “Als wir uns damals zum ersten Mal die Räumlichkeiten angesehen haben, da dachten wir, ein bisschen Farbe an den Wänden würde reichen”.
Weit gefehlt: Die komplette Elektrik musste neu gemacht, Brandschutzauflagen erfüllt und z.B. auch WLAN installiert werden, damit die Schüler hier in einer sicheren Umgebung unterrichtet werden können.
Die ehemalige Schule am Rodelberg wurde in den letzten Monaten nach und nach modernisiert und umgebaut. Zum Beispiel gab’s im Obergeschoss eine neue Küchenzeile mit Mikrowelle, zudem wurden Räume für das Kollegium hergerichtet. Aber wie immer heißt das: Alles hat seinen Preis – und der ist höher als gedacht: “Wir müssen noch die Endabrechnung abwarten, aber die Kosten für die Arbeiten hier liegen im hohen sechsstelligen Bereich, das ist über dem, was wir befürchtet haben”, so Rösel.
13 Klassen mit insgesamt 230 Schülern ziehen hier am Montag ein und beginnen das neue Schuljahr in angemessenen Unterrichtsräumen. Die Zeiten der Enge und des Zusammenrückens sind nun erst einmal vorbei.
