Persönliche Geschichten zum Weltfrauentag im Rathaus
Norderstedt – Zahlreiche Gäste waren am Sonntag im Norderstedter Rathaus zum Internationalen Weltfrauentag zusammengekommen. Im Plenarsaal wurde über Gleichberechtigung, persönliche Erfahrungen und die Situation von Frauen in verschiedenen Teilen der Welt gesprochen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein “Interkultureller Garten für Norderstedt e.V.” in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt. Eröffnet wurde der Nachmittag von Stadtpräsidentin Petra Müller-Schönemann.
Frauen aus unterschiedlichen Ländern berichteten anschließend von ihren persönlichen Lebensgeschichten. So sprach Raziyo Habibi aus Afghanistan über die schwierige Lage von Frauen in ihrer Heimat. Seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 dürfen viele Mädchen dort nicht mehr zur Schule gehen, und Frauen sind in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens stark eingeschränkt.
Auch Dalal Hasan (22) berichtete über ihre Erfahrungen und machte auf die Situation in Syrien aufmerksam. Seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 mussten Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat spielten auch kurdische Frauen eine wichtige Rolle.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Gleichberechtigung weltweit weiterhin ein wichtiges Thema bleibt. Auch in Deutschland verdienen Frauen nach Angaben des Statistisches Bundesamt im Durchschnitt rund 18 Prozent weniger als Männer.

