Neue Zahlen: Finanzloch 2026 noch größer als geplant
Norderstedt – Dass die finanzielle Situation in Norderstedt alles andere als rosig ist, ist schon seit einiger Zeit bekannt. Zu den Gesprächen über den 1. Nachtragshaushalt 2026/2027 kamen jetzt aber neue Zahlen auf den Tisch – und die zeigen, dass das Haushaltsloch in diesem und im nächsten Jahr noch größer wird als bislang geplant. Noch am 7. September stand in der Vorlage zum Nachtragshaushalt ein prognostiziertes Jahresdefizit von rund 25,9 Millionen Euro. In der aktualisierten Fassung sind es nun etwa 37 Millionen Euro Miese für 2026.
In 2027 fehlen 53 Millionen Euro
Noch schlimmer sehen die Haushaltszahlen für 2027 aus: Bislang war mit einem Jahresfehlbetrag von rund 38 Millionen Euro gerechnet worden, nun wird mit einem Defizit von mehr als 53 Millionen gerechnet. Der Grund: In der bisherigen Planung war davon ausgegangen worden, dass Verhandlungen mit dem Kreis Segeberg bezüglich der Kostenübernahme für das Jugendamt erfolgreich abgeschlossen werden können. Die entsprechenden Mittel wurden deshalb im 1. Nachtragshaushalt 2026/2027 aufgenommen. Derzeit scheint es aber unklar, ob es einen Vertragsabschluss in diesem Jahr überhaupt geben wird. Daher wurden die Kostenerstattungen in Höhe von knapp 26 Millionen nun wieder aus dem Haushalt gestrichen.
