Nach drei Wochen: Vandalismus auf der Sportinsel

Nach drei Wochen: Vandalismus auf der Sportinsel
Solche Schmiereien mussten im Willy-Brandt-Park entfernt werden. | Foto: privat

Norderstedt – Drei Wochen. Mehr Zeit vergeht nicht. Dann sind sie da. Die ersten Schmierereien. Und auch der erste frisch gepflanzte Baum wird mutwillig zerstört. Ausgerechnet auf der neuen Sportinsel im Willy-Brandt-Park. Die Schäden sind inzwischen beseitigt. Der Ärger darüber ist geblieben. Baudezernent Dr. Christoph Magazowski: „Ich finde es schade. Drei Wochen alter Park. Dann stellt man fest, dass Sachen beschmiert sind. Es sind nicht immer die künstlerisch wertvollen Geschichten, die beschmiert sind. Insofern macht einen das schon nachdenklich.”
Von den Schäden ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Die Graffiti sind entfernt, der Baum ersetzt. Kosten dafür: rund 1000 Euro. Und der Alltag sieht hier ganz anders aus. Auf rund 9.000 Quadratmetern ist in den vergangenen Monaten ein neuer Treffpunkt entstanden. Fußballfeld, Beachvolleyball, Basketball – vieles kann gleichzeitig genutzt werden. Rund 4,4 Millionen Euro hat die Stadt in diesen Bauabschnitt des Willy-Brandt-Parks investiert. Und die Resonanzen bisher? „Bombastisch“, sagt Magazowski. „Es ist zu jeder Tages- und Nachtzeit voll. Die Jugendlichen und Kinder nutzen das. Es freut mich sehr, dass es auf so viel positive Resonanz stößt.“
Gerade weil die Sportinsel so gut angenommen wird, will die Stadt verhindern, dass aus den ersten Schäden mehr wird. Baum und Schmierereien wurden deshalb schnell beseitigt. Nicht nur, um die Anlage wieder herzurichten. Sondern auch, weil gepflegte Orte erfahrungsgemäß seltener erneut beschädigt werden. Magazowski: „Wir versuchen, das möglichst schnell zu beseitigen, damit das Bild ein Positives bleibt. Wenn etwas gepflegt ist und etwas instand gehalten ist, gibt es auch weniger Anreiz, dort nachzulegen.“
Doch wie schützt man einen frei zugänglichen Park? Mithilfe von Kameraüberwachung? Diesen Weg will die Stadt bewusst nicht gehen.
„Kameras sind hier erst mal nicht geplant”, erklärt der Baudezernent. „Tatsächlich haben wir für die erste Zeit zum Anlauf einen Sicherheitsdienst, der außerhalb der Betriebsstunden des kommunalen Ordnungsdienstes hier auch präsent ist. Wir hoffen darauf, dass der Park so gut angenommen wird, dass wir eine soziale Kontrolle erreichen können und dass man gegenseitig ein wenig auf die Infrastruktur hier aufpasst.“