Lieblingsorte in Norderstedt: Ausstellung zeigt Siegerfotos

Lieblingsorte in Norderstedt: Ausstellung zeigt Siegerfotos
Thomas Brandt (Mitte) gewann der Fotowettbewerb.

Norderstedt – Wo verbringen die Menschen in Norderstedt gerne ihre Freizeit? Wo treffen sie Freunde oder kommen mit anderen ins Gespräch? Antworten darauf zeigt die neue Fotoausstellung „Dritte Orte in Norderstedt und Umgebung“ im Herold Center.

Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reichten 86 Fotografien für den Wettbewerb des Fördervereins Bildungshaus e. V. ein. Eine Jury wählte 25 Motive für die Ausstellung aus. Zu sehen sind unter anderem der Stadtpark, der Willy Brandt Park, Kirchen, Cafés und versteckte Lieblingsecken.

Den ersten Platz gewann Thomas Brandt. Sein Schwarzweißbild zeigt zwei Menschen auf einem Steg am Stadtparksee. Aufgenommen hat er das Motiv bei einem Spaziergang mit seiner rund 35 Jahre alten analogen Kamera. Mit dem Erfolg hatte Brandt nicht gerechnet: „Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass überhaupt mein Bild hier hängt. Das war für mich schon ein Sieg. Und jetzt ist es der erste Preis. Natürlich toll.“

Als dritte Orte werden Plätze außerhalb des eigenen Zuhauses und der Arbeit bezeichnet. Anette Reinders, Vorsitzende des Fördervereins Bildungshaus e. V., erklärt: „Der dritte Ort ist der Ort, wo man seine Freizeit verbringt, wo man sich mit Freunden trifft, wo man gesellig ist, wo man miteinander ist, aber wo man vielleicht auch mal ruhigere Sachen macht.“

Auch das Herold Center versteht sich als ein solcher Treffpunkt. Nach Angaben von Centermanager Carsten Gogol kommen durchschnittlich rund 30.000 Menschen am Tag in das Einkaufszentrum. „Am Ende sind wir auch ein dritter Ort, und das schon seit 55 Jahren. Natürlich passt das total gut mit dieser Fotoausstellung zusammen“, sagt Gogol.

Mit dem Wettbewerb möchte der Förderverein zugleich auf das neue Bildungshaus BiNo aufmerksam machen. Dort sollen künftig die Stadtbücherei, die Volkshochschule und das Stadtarchiv unter einem Dach zusammenkommen. Reinders beschreibt das geplante Haus als „Wohnzimmer der Stadtgesellschaft“ und als „Stadtpark für drinnen“.

Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder betont, wie wichtig solche Treffpunkte angesichts zunehmender Einsamkeit sind: „Da kann ich sitzen, ich kann alleine sein, aber ich kann mich verabreden oder Kontakt aufnehmen mit Menschen, die dort auch hinkommen. Ich glaube, alleine sein ist etwas anderes als einsam sein. Und Einsamkeit wollen wir natürlich entgegenwirken.“

Das Bildungshaus soll voraussichtlich Ende Februar 2027 öffnen. Die Fotoausstellung im ersten Stock des Herold Centers ist voraussichtlich bis Ende des Jahres zu sehen.