Horst-Embacher-Schule: Bis zum Frühjahr müssen alle raus

Horst-Embacher-Schule: Bis zum Frühjahr müssen alle raus
Der Schriftzug der alten Horst-Embacher-Schule

Norderstedt – Der geplante Schulbau am Aurikelstieg nimmt weiter Gestalt an – zumindest auf dem Papier. In einem ersten Schritt muss das bestehende Gebäude geräumt werden. Für die zahlreichen Nutzer der ehemaligen Horst-Embacher-Schule bedeutet das: Umzugskartons packen. Doch gleichzeitig verzögert sich das Neubauprojekt – ein Spagat zwischen Auszug und Neubau. Noch herrscht am Aurikelstieg Betrieb. In den Räumen der ehemaligen Horst-Embacher-Schule wird gelernt, musiziert, organisiert und gearbeitet. Doch langfristig soll das Gebäude verschwinden. Sozialdezernentin Kathrin Rösel: “Wir planen ja, eine neue Grundschule zu errichten und eine Kita, also ein Bildungszentrum für die ganz Kleinen. Und da muss Platz gemacht werden.“

Für die Stadt ein organisatorischer Kraftakt. Denn bevor an Abriss und Neubau zu denken ist, müssen zunächst die Menschen und Einrichtungen untergebracht werden, die den Standort bislang nutzen. Derzeit nutzen die VHS, die Schul-IT, die Nobig und auch der Musikverein die Räumlichkeiten in der ehemaligen Horst-Embacher Schule. In den vergangenen Monaten wurden deshalb zahlreiche städtische Gebäude auf ihre Eignung geprüft. Die Herausforderung: Für jede Einrichtung muss eine passende Lösung gefunden werden – und das möglichst ohne größere Einschränkungen für die Nutzer. Die Stadt setzt dabei auf einen schrittweisen Prozess statt auf einen Stichtag, an dem alle gleichzeitig ausziehen müssten.

Für einige Beteiligte gibt es bereits konkrete Perspektiven. Andere Lösungen werden derzeit noch abgestimmt. Klar ist aber: Die bisherigen Nutzer sollen innerhalb des Stadtgebiets bleiben. “Die Schul-IT und die Nobik sollen eigentlich in die Räumlichkeiten am Schützenwall ziehen. Die VHS wird ins fertig gestellte BINO ziehen. Und der Musikverein ist sich glücklicherweise mit der Willy-Brandt-Gemeinschaftsschule einig geworden, dass dort die Räumlichkeiten genutzt werden können”, erläutert Rösel.

Während die Vorbereitungen für den Leerzug laufen, hat sich der Zeitplan für den eigentlichen Neubau zuletzt erneut verschoben. Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass das 61,7 Mio. Euro teure Projekt grundsätzlich nicht infrage steht. Rösel: “Es kommt tatsächlich zu Verzögerungen, weil ein Player im ganzen System des Neubaus nicht richtig und nicht korrekt geliefert hat. Da muss nach Ersatz gesucht werden, um diese Lücke zu kompensieren. Das bedeutet nicht, wir stoppen die Planungen oder den Bau, sondern es wird sich um einige Monate verzögern.”

Trotz dieser Verzögerungen hält die Stadt am Kurs fest. Bis Frühjahr 2027 soll die ehemalige Horst-Embacher-Schule vollständig geräumt sein.