Grundschulolympiade: Sport gegen Gewalt

Grundschulolympiade: Sport gegen Gewalt
Grundschulolympiade gegen Gewalt.

Norderstedt – Bei der zweiten Norderstedter Grundschulolympiade stehen Bewegung, Fairness und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Insgesamt nehmen 1.657 Kinder aus zehn staatlichen Grundschulen und der privaten Regenbogenschule teil. Die Veranstaltung läuft über drei Tage. Pro Tag kommen rund 600 Schülerinnen und Schüler auf dem Sportplatz und in der Moorbekhalle zusammen.

„Wir haben 2024 mit dem Projekt für die zweiten, dritten und vierten Klassen gestartet. In diesem Jahr führen wir die Grundschulolympiade zum zweiten Mal durch“, sagt Tessa Horstmann, Geschäftsführerin des Norderstedter SV.

Drei Wettbewerbe stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt. „Wir haben in der Moorbekhalle einen Ninja Parcours aufgebaut. Auf dem Sportplatz haben wir sechs Frisbee Felder, auf denen die Kinder Ultimate Frisbee spielen können. Außerdem haben wir uns einen Kinderbiathlon ausgedacht, bei dem das Laufen und Werfen gefördert wird“, erklärt Horstmann. An weiteren Stationen können die Kinder unter anderem Discgolf und Leichtathletik ausprobieren und dabei Stempel sammeln.

Hinter der Veranstaltung steckt mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Die Idee entstand im Kriminalpräventiven Rat. „Wir haben uns damals überlegt: Was ist Gewaltprävention? Wie können wir Gewaltprävention an die Schulen bringen? Und wie können wir vor allem ganz viele Kinder gleichzeitig darin schulen?“, berichtet Horstmann.

Sport sei dafür besonders geeignet. Die Kinder müssten sich an Regeln halten, gemeinsam Aufgaben lösen und auch mit Niederlagen umgehen. „Sport hat immer Regeln. Es gibt immer irgendwo eine Grenze, die nicht überschritten werden darf. Die Kinder sollen sehen, wie weit sie gehen können und wo der Spaß irgendwann aufhört“, sagt Horstmann.

Auch Gewinnerinnen und Gewinner werden ausgezeichnet. Die drei erfolgreichsten Schulen erhalten Pokale. Für die beste Schule gibt es zusätzlich einen Wanderpokal. Die Klassen mit den meisten Stempeln gewinnen einen gemeinsamen Besuch beim SPOTZ Adventure Golf im Norderstedter Stadtpark.

Für Horstmann ist Bewegung zugleich ein wichtiger Teil der Bildung. „Sport ist nicht nur wegen der Bewegung wichtig, sondern Sport ist auch eine Bildungsmaßnahme“, betont sie. „Wo lernen Kinder soziale Fähigkeiten besser kennen als in einem Sportverein? Wenn du einen Teamsport machst, musst du dich unterordnen und mit den Menschen um dich herum klarkommen.“

Am Ende soll jedoch nicht allein das Ergebnis zählen. „Ich wünsche den Kindern ganz viel Spaß und Motivation. Sie sollen das Gemeinschaftsgefühl stärken und vor allem Spaß an der Bewegung haben“, sagt Horstmann.