Fadens Tannen: CDU-Antrag auf Abriss abgelehnt
Norderstedt – Papiermüll einer Fast-Food-Kette auf den Treppen des Eingangs. Aus der Schornsteinverkleidung wachsen Pflanzen. Plastikabfall, einfach weggeworfen auf den Rasen vor dem Haus. Einladend sieht irgendwie anders aus. Das ehemalige Gebäude der Gemeinschaftsschule Fadens Tannen hat seine besten Zeiten hinter sich. Selbst die als Unterkunft für Geflüchtete.
„Wir wissen, dass dieses Gebäude abgängig ist. Das wissen wir alle schon sehr lange. Die Schule wurde damals aus der Not heraus als Unterkunft genutzt. Aber wir wissen eben auch, dass weder der Zustand des Gebäudes noch die Unterbringungssituation den Ansprüchen entspricht, die wir als Stadt haben sollten“, so Ruth Weidler, Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Sport.
Deshalb hatte die CDU einen Antrag im Ausschuss eingebracht, der vorsah, das Gebäude nach dem Auszug der jetzigen Bewohner abzureißen. Doch der fand jedoch keine Mehrheit. Selbst nachdem die CDU ihren Vorschlag noch verändert und sich zunächst nur auf die Planungskosten beschränkt hatte.
Damit bleibt nach dem Auszug der Geflüchtetem ein leeres Gebäude stehen – mit allen Folgen, die das mit sich bringt. Weidler:: „Dieses leer stehende Gebäude muss gesichert werden und wird also weiterhin auf dem Stadtsäckel liegen mit Betriebskosten und Sicherungskosten, um hier nicht Opfer von Vandalismus oder Schlimmeren zu werden.“ Fest steht bereits, wohin die Menschen ziehen sollen, die derzeit noch in Fadens Tannen untergebracht sind. „Die Stadt hat in Garstedt Gebäude angemietet, in der Alten Dorfstraße und Aspelohe. Diese Gebäude werden zurzeit hergerichtet, unter anderem in der Alten Dorfstraße und Aspelohe. Die Politik hat die entsprechenden Beschlüsse daran geknüpft, dass Fadens Tannen und auch die Hotels leer gezogen werden.”
Wann der Abriss der ehemaligen Gemeinschaftsschule tatsächlich beschlossen wird, bleibt damit zunächst offen. Klar ist nur: Mit dem Auszug der Bewohner endet ein Kapitel der Geschichte von Fadens Tannen. Wie das nächste aussieht, darüber wird die Norderstedter Politik voraussichtlich noch länger diskutieren.

