Energiewende in Norderstedt: Erster Solarpark geht ans Netz
Norderstedt – Dass die Klima-Neutralität kommen muss, ist längst in allen Bereichen angekommen. Eine große Herausforderung, vor allem für die, die Strom und Wärme erzeugen. Die Stadtwerke Norderstedt stellen sich dieser Herausforderung und haben jetzt ihren ersten Freiflächen-Solarpark in Betrieb genommen.
Auf acht Hektar ehemaliger landwirtschaftlicher Fläche haben die Stadtwerke Norderstedt jetzt eine Photovoltaik-Anlage mit 14.300 Modulen aufgebaut. Veranschlagt waren für das Projekt eine Summe von 6 Millionen Euro. Diese wurde aber tatsächlich unterschritten.
Die Umsetzung des Projektes fiel günstigerweise auf die Phase des Handelskriegs zwischen den USA und China. Die Volksrepublik konnte ihre Erzeugnisse nicht mehr auf dem US-Markt anbieten. Als Folge davon überschwemmte China den europäischen Markt mit PV-Anlagen. Dadurch konnten Projekte, wie das der Stadtwerke, günstiger abgewickelt werden.

Mittlerweile sammeln die 14.300 Paneele jetzt das Sonnenlicht und wandeln es in etwa 9 GWh pro Jahr um. 360 GWh produzieren die Stadtwerke insgesamt pro Jahr. Ziel ist es, irgendwann auf 50 Prozent des erzeugten Stroms durch PV-Analgen zu kommen. Deswegen befinden sich die Stadtwerke im engen Austausch mit der Stadt Norderstedt, um weitere Freiflächen dafür zu finden. Ein Standort steht bereits fest und wird an der Meyertwiete in Garstedt errichtet werden.
Zudem soll auf den bestehenden Freifläche bei der PV-Anlage eine Reihe von Energiespeichern aufgestellt werden. Der Vorteil daraus wäre, dass der erzeugte Strom dort aufgenommen werden kann. Dieser könnte dann morgens und abends, wenn der größte Bedarf besteht, abgegeben werden. Zu diesen Zeitpunkt stünden auch die besten Preise dafür zur Verfügung. Denn der Strom, der hier erzeugt wird, fließt zwar physikalisch in die Steckdosen in Garstedt, wird jedoch kaufmännisch über einen Direktvermarkter an der Börse gehandelt.
Bisher wird die Anlage meist mittags abgeschaltet, weil der Strom nicht benötigt wird. In Zukunft wird er dann – so die Hoffnung – in den bereitstehenden Speicher gesammelt werden und den Verbrauchern zugute kommen.
