Neue Ausstellung: Was Drohnen alles können

Neue Ausstellung: Was Drohnen alles können
Leiter Dr. Hajo Brandenburg im Feuerwehrmuseum Norderstedt.

Norderstedt – Drohnen können längst mehr als beeindruckende Bilder aus der Luft liefern. Sie unterstützen Feuerwehren bei Einsätzen, helfen bei der Suche nach Rehkitzen und können sogar Schäden an Solaranlagen erkennen. Wie vielfältig die Technik mittlerweile eingesetzt wird, zeigt die neue Sonderausstellung „Drohnen – Helfer aus der Luft“ im Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein am Friedrichsgaber Weg.

Von kleinen Spielzeugdrohnen bis zu großen Spezialmodellen gibt es zahlreiche Fluggeräte zu entdecken. Im Mittelpunkt stehen vor allem die zivilen Einsatzmöglichkeiten. Museumsleiter Dr. Hajo Brandenburg sagt: „Mir ist es wichtig, dass man darstellt, dass es nicht nur eine militärische Funktion gibt, sondern auch sehr viele zivile, tolle Anwendungen, auch im Bereich Feuerwehr, Bevölkerungsschutz.“

Gerade bei Einsätzen können Drohnen schon früh wichtige Informationen liefern. Sie können beispielsweise vorausgeschickt werden, um den Einsatzkräften bereits auf der Anfahrt einen ersten Überblick über die Lage zu verschaffen. „Dann bekommt man einen Überblick und die Feuerwehreinsatzkräfte, die zum Einsatzort fahren, kriegen dann schon einen Eindruck, was ist da eigentlich passiert am Einsatzort“, erklärt Brandenburg.

Auch außerhalb von Feuerwehr und Bevölkerungsschutz sind die Einsatzmöglichkeiten groß. Wärmebildkameras können Rehkitze im hohen Gras aufspüren, Spezialkameras landwirtschaftliche Flächen untersuchen und Auffälligkeiten an Solaranlagen sichtbar machen. Prof. Dr. Boris Pawlowski von der HAW Kiel sagt: „Drohnen können überall eingesetzt werden. In der Sicherung von Deichen, in der Suche von Fischbeständen, bei der Bekämpfung von Feuer, bei der Suche nach Rehkitzen und so weiter.“

Gleichzeitig zeigt die Ausstellung auch die Grenzen der Technik. Vor allem das Wetter kann zum Problem werden. „Starker Wind ist ein Problem, wenn es ganz stark ist, oder auch natürlich Regen. Die wenigsten Drohnen sind regenfest“, sagt Brandenburg.

Besucher können die Fluggeräte nicht nur aus der Nähe betrachten. In einer rund 150 Quadratmeter großen Indoor Flugzone sind regelmäßig Vorführungen geplant. Sonntags soll jeweils von 14 bis 17 Uhr geflogen werden. An zwei Terminen können auch Kinder selbst eine Drohne steuern.

Funddrohne sucht ihren Besitzer

Eine kleine Drohne in der Ausstellung hat zudem eine besondere Geschichte. Am vergangenen Pfingstwochenende ging sie im Moorbekpark nieder. Das Fluggerät wurde anschließend bei Museumsleiter Dr. Hajo Brandenburg abgegeben. Bislang konnte der Besitzer nicht gefunden werden.

„Wir suchen jetzt eigentlich den Besitzer oder die Besitzerin, den Fernpiloten, die Fernpilotin, wahrscheinlich ein Kind“, sagt Brandenburg. Die Drohne funktioniere weiterhin. „Das wäre toll, wenn wir da den Besitzer finden würden. Dann machen wir wahrscheinlich ein Kinderherz wieder sehr glücklich.“

Die Sonderausstellung „Drohnen – Helfer aus der Luft“ läuft vom 2. September bis zum 1. November im Feuerwehrmuseum in Norderstedt.