Dachboden- und Kellerfunde auf dem Nachtflohmarkt

Dachboden- und Kellerfunde auf dem Nachtflohmarkt
Am Sonnabend fand der erste Nachtflohmarkt in diesem Jahr statt.

Norderstedt – Zwischen alten Schallplatten, bunten Kleidungsständen und jeder Menge Trödel herrschte am Sonnabend auf dem Rathausmarkt wieder reges Treiben. Der erste von insgesamt drei Nachtflohmärkten in diesem Jahr lockte zahlreiche Besucher zum Stöbern, Feilschen und gemütlichen Bummeln in den Abendstunden. Vor zwei Jahren wagte Veranstalter Thomas Will den ersten Versuch mit einem Nachtflohflohmarkt – inzwischen ist daraus eine feste Veranstaltungsreihe geworden. Thomas Will: „2024 war der erste Flohmarkt. Da haben wir einen Testballon gestartet. Und das ist so gut angenommen worden, dass wir gesagt haben, im zweiten Jahr machen wir zwei Märkte. Und dann haben wir gesagt, jetzt machen wir drei, weil das einfach eine gute Veranstaltung ist und die sehr gut angenommen worden ist. ”

Dabei soll der Markt bewusst seinen ursprünglichen Charme behalten: Keine professionellen Händler, keine Massenware – sondern echte Dachboden- und Kellerfunde. „Wir legen Wert auf privaten Flohmarktcharakter, dass wirklich keine Neuware angeboten wird. Und wir kontrollieren es entsprechend nicht nur im Vorfeld bei der Anmeldung, sondern auch, wenn die Stände hier stehen. Insofern ist das für mich ein richtiger Flohmarkt und halt kein Wochenmarkt mit Trödel, sagt Will.

Und genau diese Mischung machte den besonderen Reiz des Abends aus: Zwischen alten Büchern, Haushaltsgegenständen und Kinderkleidung gab es immer wieder kleine Kuriositäten zu entdecken. Ein besonderer Blickfang: ein liebevoll restaurierter VW-Bulli von Jens Wückner: “Jeder Zweite wollte lieber das Auto kaufen, als das er hier am Stand was kaufen wollte”, lacht der Norderstedter. Aber es geht natürlich nicht. Der ist nichts zu verkaufen.”

Viele Verkäufer nutzten den Flohmarkt aber nicht nur zum Verkaufen, sondern auch zum Aussortieren. Dinge, die zu Hause nur noch Platz wegnehmen, sollten hier möglichst ein neues Zuhause finden.
Wie Daniela Rehfeld: “Das ist tatsächlich Kleidung und Haushaltsgegenstände, die sich  so ein bisschen angesammelt haben, für die man letztendlich keine Verwendung mehr hat. Und dann ist man auch mal froh, wenn man ein bisschen Platz schafft zu Hause. Mein Ziel ist es, am liebsten ohne Ware wieder nach Hause zu fahren. Das wäre das Optimum. Aber es bleibt natürlich immer irgendwas nach und dann komme ich im Juni wieder und dann wird es da verkauft”.

Der Auftakt in diesem Jahr ist damit gelungen – und die nächsten Chancen zum nächtlichen Stöbern stehen bereits fest: Am 13. Juni und am 11. Juli verwandelt sich der Rathausmarkt erneut in einen großen Abendflohmarkt unter freiem Himmel.