CDU-Kandidaten streiten öffentlich: Wahlkampf eskaliert
Norderstedt – Der interne Wahlkampf um die CDU-Landtagskandidatur ist öffentlich eskaliert. Der Landtagsabgeordnete Patrick Pender hat sich in einem offenen Brief unter anderem über einen Facebook-Post seines Mitbewerbers Lars Krückmann beschwert. Krückmann hatte in seinem Post den Begriff „verpendert“ benutzt. Eine Wortschöpfung aus dem Nachnamen des CDU-Landtagsabgeordneten. In einem drei Din-A4-Seiten langen Brief hat Patrick Pender diese Veränderung seines Nachnamens als, so wörtlich, „entwürdigend“ bezeichnet.
Weiterhin weist Patrick Pender in seinem Brief auf weitere, so wörtlich, „Entgleisungen“ von Lars Krückmann hin. Dieser soll nach Angaben von Patrick Pender auf öffentlichen CDU-Veranstaltungen ihm gegenüber eine „Kopf-ab-Geste“ gezeigt haben. Lars Krückmann bestreitet das gegenüber noa4 – und inzwischen auch in einer schriftlichen Stellungnahme.
Seinen Facebook-Post hat Lars Krückmann inzwischen abgeändert und die kritisierte Wort-Verdrehung entfernt. Krückmann schreibt, er wolle keine unangemessene Schärfe in den internen Wahlkampf bringen, für ihn ist das Wortspiel so wörtlich „im Kontext der Facebook-Community angemessen.“
Die Entscheidung über den CDU-Kandidaten für die nächste Landtagswahl wird am 9. Mai getroffen. Neben Patrick Pender und Lars Krückmann bewirbt sich auch Patrick Seidel um die Kandidatur. Der CDU-Kreisvorstand wird sich am heutigen Dienstagabend mit allen Kandidaten wegen des Vorfalls besprechen.

