Badekappe statt Regenschirm: Beach Nights gestartet

Badekappe statt Regenschirm: Beach Nights gestartet
Wegen des Unwetters musste das Training früher als geplant beendet werden

Norderstedt – Regen, dunkle Wolken und eine Unwetterwarnung: Der Auftakt der diesjährigen Beach Nights im Strandbad stand unter keinem guten Vorzeichen. An fünf Trainingsabenden können die Teilnehmer das Schwimmen im offenen Wasser üben. Damit bereiten sie sich auf das Langstreckenschwimmen am 29. August und die Schwimmdisziplin des Norderstedt Triathlons am 6. September vor. Trotz des Wetters kamen rund 80 Menschen, um unter Wettkampfbedingungen im Stadtparksee zu trainieren.

Leistungsdruck gibt es an den Trainingsabenden nicht. „Jeder darf in seinem eigenen Tempo schwimmen. Es gibt keine Vorgaben, deshalb können alle Leistungsklassen mitmachen“, erklärt Dagmar Buschbeck, Cheforganisatorin des Norderstedt Triathlons.

Zur Auswahl stehen eine 500 Meter lange Runde und die 1.250 Meter lange Wettkampfstrecke. Vorgaben gibt es nicht. Dadurch können unterschiedliche Leistungsklassen mitmachen. Auch Brustschwimmer und Menschen, die zum ersten Mal außerhalb eines Schwimmbades unterwegs sind, sind willkommen. Wie groß der Unterschied zum Schwimmbad ist, weiß Teilnehmer Sascha Skera. „Im Hallenbad hat man nach 25 oder 50 Metern einen Anschlag und auf dem Boden eine Markierung. Hier muss man ständig schauen, wo die Boje ist“, erklärt er. Hinzu kämen andere Schwimmer im Wasser, die sich gegenseitig behindern können.

Für die Sicherheit sorgte die DLRG Norderstedt. Zwei Rettungsboote mit jeweils drei Einsatzkräften, Rettungsbretter und weitere Ausrüstung waren vor Ort. Zusätzlich beobachteten die Helfer das Geschehen mithilfe einer Drohne aus der Luft. „Es gibt viele Teilnehmer, die das zum ersten Mal machen und sich überschätzen, weil sie die Gefahren im Freiwasser nicht kennen“, warnt Astrid Reichert von der DLRG Norderstedt. Wechselnde Wassertemperaturen könnten zudem Krämpfe auslösen. Während des Trainings musste ein junger, sichtlich erschöpfter Teilnehmer sicher aus dem Wasser geholt werden.

Auch die leuchtenden Badekappen sind ein wichtiger Teil des Sicherheitskonzepts. Sie helfen den Rettungskräften dabei, die Schwimmer im Wasser im Blick zu behalten. Geht eine Badekappe verloren, muss sofort überprüft werden, ob möglicherweise eine Person vermisst wird.

Sascha Skera schaffte an diesem Abend rund 1,5 Kilometer. Anfängern rät er, zunächst auf kurzen Strecken im See zu trainieren und sich langsam zu steigern. „Man sollte schon Durchhaltevermögen mitbringen. Hier hat man nichts, woran man sich festhalten kann“, sagt er.

Wegen des Unwetters musste das Training schließlich etwas früher als geplant beendet werden. Auch der Norderstedt Triathlon erlebt derzeit großen Zulauf und ist bereits vollständig ausgebucht. „Der Triathlon hat wieder einen richtigen Hype“, sagt Buschbeck.

Die nächste Beach Night findet am Donnerstag (6.8.) wieder im Strandbad Norderstedt statt.