Preise für drei Norderstedter “Zukunftsschulen”
Norderstedt – Ob Biodiversität, Klimaschutz oder nachhaltiger Konsul, viele Schulen beschäftigen sich längst mit Themen, die die Lebenswelt junger Menschen unmittelbar betreffen. Die Initiative Zukunftschule ist Teil der Bildung für nachhaltige Entwicklung. In diesem Jahr wurden mit dem Gymnasium Harksheide sowie den Grundschulen Immenhorst und Gottfried-Keller-Straße gleich drei Norderstedter Schulen ausgezeichnet. Hier unterstützt ein breites Netzwerk die nachhaltige Bildungsarbeit. Theresa Bobbe von der Stabsstelle Nachhaltiges Norderstedt sagt: “Ich freue mich, dass wir tolle Schulen dabei hatten, aber ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass wir ganz große starke Bildungspartnerinnen aus der Stadt Nordreste dabei hatten, unter anderem die Volkshochschule, den Stadtpark, aber auch die BEB und den Weltladen, der zertifiziert ist als außerschulischer Lernort und das zeigt, dass wir als Nordreste auch ein Bildungsstandort sind, der ganz viele tolle Kräfte bündeln kann und somit den jungen Menschen zeigen können, welch Vielfalt wir hier haben und was alles möglich ist.”
Die Auszeichnung ist Teil eines landesweiten Programms. Schulen können dabei verschiedene Stufen erreichen, je nachdem wie umfassend sie nachhaltige Entwicklung in ihren Schulalltag einbinden und mit Partnern zusammenarbeiten. “Zukunftschule heißt, ich bilde meine Schülerinnen und Schüler darin aus, wie kann ich die Schule und die Zukunft nachhaltig gestalten und die Stufe 1 bekommt man im Grunde schon, wenn man einfach aktiv ist. Stufe 2 bedeutet dann, ich arbeite auch mit außerschulischen Akteuren zusammen und Stufe 3 sind wirklich nur die Schulen, die nach außen auch mal Veranstaltungen machen, sich darstellen und Impulse setzen für andere Schulen”, erklärt Anna Eckmann, Kreisfachberatung für Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung im Kreis Segeberg.
Eine solche Schule ist die “Jürgen Fuhlendorf Schule” aus Bad Bramstedt. Dort ist Nachhaltigkeit kein einzelnes Projekt, sondern seit Jahren fester Bestandteil des Schullebens. Zahlreiche Aktionen und Arbeitsgruppen sorgen dafür, dass sich Schülerinnen und Schüler kontinuierlich mit Zukunftsthemen beschäftigen. Marie Lisann Thenhaus besucht dort die 12. Klasse: “Wir haben langfristige Projekte, die über mehrere Jahre mal laufen. Jetzt im letzten Jahr hatten wir einen Baltic Sea Day, den wir für die fünften Klassen veranstaltet haben und dann haben wir viele kleine Projekte, die nebenbei so laufen. “Wir haben das schon ab der, ich glaube, 6. oder 8. Klasse, dass das so ein nicht benotetes Projekt, also nicht ein benotetes Fach ist.”
Im Kreis Seegeberg wurden in diesem und letztem Jahr 27 Schulen als Zukunftsschulen ausgezeichnet. Ein Zeichen dafür, dass nachhaltige Entwicklung längst in vielen Klassenzimmern angekommen ist und dort von den Schülerinnen und Schülern aktiv mitgestaltet wird.

