Norderstedt’s Amateur-Theater kämpfen ums Überleben
Norderstedt – Für die Norderstedter Amateur-Theater-Gruppen wird die Luft dünn: Seit knapp einem Jahr ist der Festsaal am Falkenberg (FaF) nach einem Wassereinbruch geschlossen, seine Zukunft ist ungewiss. Das “Theater Life”, das “NTN”, das “NAT”, “Tanks Theater” und “Theater Pur” sind seitdem von der Stadt Norderstedt vor allem im Schulzentrum Süd einquartiert worden.
Die Gruppen sind dankbar für diese Möglichkeit, aber die Bedingungen sind denkbar schlecht: Es gibt keine Tische und kaum noch Bewirtung in der Aula des Schulzentrums Süd, die runde Bühne stellt die Kulissenbauer vor große Herausforderungen.
Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel durch Busse ist schlechter als im FaF und die Parkplatz-Situation mit der Baustelle am Schulzentrum mehr als prekär. Dazu kommt, dass das Schulzentrum Süd bei den Norderstedtern als Schule und nicht als Veranstaltungsort verankert ist, viele scheuen den Besuch dort. All das hat zur Folge, dass die Theater-Gruppen, die sich hauptsächlich durch Ticket-Einnahmen finanzieren, vor großen finanziellen Herausforderungen stehen: Sie müssen vor leeren Rängen spielen, die Einnahmen sind um 25 bis 50 Prozent gesunken.
„Da sind bis zu 500 Zuschauer weniger dagewesen in der ersten Spielzeit jetzt im Herbst. Das ist natürlich massiv, das sind 4-stellige Umsatzverluste. Und da Kartenverkauf unsere Haupt-Einnahmequelle ist, tut das natürlich richtig weh. Das kann man auf Dauer dann auch nicht durchhalten“, sagt Christian Hartrampf, erster Vorsitzender von Tanks Theater. Die Theater-Gruppen hoffen jetzt auf die Stadt: Sie wünschen sich vor allem eine zügige Entscheidung in Sachen Festsaal am Falkenberg.

