9 Prozent über Bundesschnitt: Alkoholproblem in Schleswig-Holstein

9 Prozent über Bundesschnitt: Alkoholproblem in Schleswig-Holstein
Leere Weinflaschen (Symbolbild) | pixabay: Manfred Richter

Kiel – In Schleswig-Holstein ist Alkoholmissbrauch weiter verbreitet als im Bundesdurchschnitt: 135 von 10.000 Einwohnern benötigen medizinische Hilfe aufgrund von Alkoholproblemen – das sind neun Prozent mehr als im Bundesschnitt. Besonders betroffen ist die Generation 50- bis 69-Jährige, wo jede 40. Person behandelt wird. Dies geht aus einer Erhebung der Barmer Krankenkasse Schleswig-Holstein hervor. 40 Prozent der Alkoholkranken leiden demnach parallel an Depressionen, ebenso viele an Bluthochdruck. Während bei Jugendlichen die Behandlungszahlen sinken, bleibt Rauschtrinken verbreitet. Schleswig-Holstein hat unter den westdeutschen Flächenländern die höchste Betroffenenrate, nur ostdeutsche Bundesländer und Stadtstaaten liegen noch höher.