18. Museumsfest begeistert Tausende Gäste
Norderstedt – Einmal selbst im Feuerwehrauto sitzen, Drohnen steuern oder auf einem echten Feuerlöschboot herumklettern – genau das war am Sonntag beim 18. Norderstedter Museumsfest möglich. Anlässlich des internationalen Museumstages verwandelte sich das Gelände rund um das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein wieder in einen riesigen Abenteuerspielplatz für Familien.
Zwischen historischen Feuerwehrfahrzeugen, Hüpfburgen und Mitmachaktionen gab es für Familien an fast jeder Ecke etwas zu entdecken. Besonders beliebt: die großen Einsatzfahrzeuge. Für viele Kinder ging damit ein kleiner Traum in Erfüllung. „Ich spiel’ zu Hause gerne Feuerwehr. Ich habe auch ein richtiges, cooles Kostüm, das meine Mutter mir zum Geburtstag geschenkt hat”, erzählte der 10-jährige Ephraim Eliam Wittke und kletterte ins Führerhaus eines großen Feuerwehrwagens.
Und genau diese Begeisterung will das Feuerwehrmuseum wecken. Denn hinter dem bunten Familienprogramm steckt auch ein klares Ziel: Menschen für Museen und ihre Geschichte zu begeistern.
Dr. Hajo Brandenburg, Leiter Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein: “Wir wollen erst mal Interesse wecken für unsere beiden Museen. Dafür gibt es dann den großen Köder, nämlich das Museumsfest mit den tollen Attraktionen.“
Und das Konzept scheint aufzugehen. Ob Kinderschminken, Rettungshundestaffel, ukrainischer Volkstanz oder ferngesteuerte Modellboote – das Angebot war riesig. Kinder konnten Drohnen ausprobieren, Gold schürfen oder beim Bungee-Trampolin hoch hinaus. Währenddessen informierten Feuerwehr, DLRG und viele weitere Organisationen spielerisch über ihre Arbeit. Das Feuerwehrmuseum gehört schon seit Jahren zu den beliebtesten seiner Art in Deutschland – auch wegen seines familienfreundlichen Konzepts.
Brandenburg: „Wir sind das besucherstärkste Feuerwehrmuseum vor und nach Corona. Wir haben auch viele einzigartige Exponate, da träumen andere Feuerwehrmuseen davon. Und wir sind natürlich auch sehr kinderfreundlich. Und das ist dann, glaube ich, unser Markenzeichen.“
Und die nächsten Planungen laufen bereits. Im Herbst soll sich hier im Museum alles um Drohnen drehen.
„Man hört ja immer sehr viel über Drohnen, und man soll mal sehen, wie groß das Spektrum ist. Es geht ja nicht nur um Krieg, es geht ja auch um tolle Sachen, die man damit machen kann: im Zivilschutz, im Bevölkerungsschutz, aber auch bei der Feuerwehr.“
Zwischen Feuerwehrboot, Drohnen und Hüpfburg wurde am Sonntag vor allem eins wieder einmal deutlich: Museum kann alles andere als langweilig sein.

